Als die Journalistin Lacey eines Abends in einem kleinen Supermarkt einkaufen will, findet sie sich in einem Albtraum wieder. Schwer verletzt kann sie einem unheimlichen Killer entkommen, der die Ladenbesitzerin enthauptet hat. Doch dies ist erst der Anfang. Auf ihrer verzweifelten Flucht kommt Lacey einer Kultgemeinschaft auf die Spur, die entsetzliche Rituale durchführt. Um die Entfesselung unvorstellbaren Grauens zu verhindern, muss die junge Frau alle Grenzen hinter sich lassen.

Der Killer von Richard Laymon

Verlag: Heyne Hardcore
Jahr: 2015
Seiten: 272
ISBN: 978-3-453-67645-9

Immer wieder erstaunlich wie viele „neue“ Laymon Bücher es doch immer wieder im Heyne Hardcore Verlag gibt – wenn man bedenkt, dass der Mann schon 2001 verstorben ist… Der Killer kam 2015 auf den deutschen Markt – wurde aber bereits 1985 geschrieben.

Die Story wird vom Klappentext eigentlich recht gut beschrieben. Allerdings hat die „Kultgemeinschaft“ keine so tragende Rolle, wie man sie jetzt vielleicht vom Klappentext her erwarten könnte – sie ließe sich auch gegen jeden anderen Haufen verrückter Perverser eintauschen. Im Prinzip ist Der Killer nur eine lange Flucht vor wechselnden Verfolgern – viel mehr hat das Buch nicht zu bieten. Dazwischen gibt es dann Sex, Blut und Gewalt – aber irgendwie fesseln kann das leider nicht.

Sprachlich hält es Laymon, wie immer recht einfach und kurz – was für dieses Genre aber auch OK ist. Anfangs gibt es im Buch zwei Erzählstränge, Lacey und Dukane, die aber recht bald zusammengeführt werden. Die Charaktere sind, wie immer, leider wieder unglaublich flach. Dafür fehlt in diesem Buch wenigstens ein Charakter, der so richtig blöd und nervig ist. Lacey und Dukane reagieren teilweise sogar halbwegs nachvollziehbar – wenn man mal davon absieht, dass sich Lacey kurz nach einer brutalen Vergewaltigung gleich Scott an den Hals wirft… Scott hat auch mit die seltsamsten Aktionen – wie z.B. den brutalen Killer lieber für ein Buch erst mal festhalten zu wollen um seine Geschichte zu hören – aber egal, wer Laymon kennt ist so etwas gewöhnt.

Das Problem: Laymon schreibt Laymon Bücher – kennst du eines kennst du alle. In Der Killer passiert irgendwie nichts, was irgendwie interessant oder spannend wäre. Man hangelt sich von Verfolgung zu Verfolgung, von Mord zu Mord und von Vergewaltigung zu Vergewaltigung. Allerdings ist es irgendwann ziemlich egal wer gerade wen, warum, womit zerstückelt – es langweilt einfach nur. Mehr als Blut und Brüste kann Laymon nicht so wirklich gut – und in Der Killer versucht er es augenscheinlich nicht einmal…

Ergo: Muss nicht sein – selbst für Freunde von Laymon dürfte es eine langweilige Lektüre werden.

(Trotzdem) Danke an den Heyne Hardcoreverlag für das Rezensionsexemplar.

9.99 €
3

Meine Wertung

3.0/10

Gut

  • Blut und Brüste wie man es von Laymon kennt

Nicht so gut

  • keine Spannung
  • nichts außer Blut und Brüste